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Minderkalkulation

Das Bearbeiten und Erstellen von zusätzlichen Vergütungsanforderungen gehört mittlerweile in jedem Bauunternehmen zur Tagesordnung. Ein sehr häufiger Grund hierfür ist, dass die ursprünglich vereinbarte Leistung von der tatsächlich auszuführenden Leistung abweicht. Oftmals liegt der Grund hierfür im Wesen eines VOB-Vertrags, da hier der Auftraggeber immer das Recht hat Änderungen vorzunehmen, die vorher nicht geplant waren. So kommt es häufig unweigerlich dazu, dass sich die Mengen eines geschlossenen Einheitspreisvertrages verringern, oder einzelne Leistungen komplett entfallen. Jedoch können weitere Ursachen für Mengenreduzierungen auch noch andere mitunter komplizierte Ursachen aufweisen. Hieraus resultiert dann auch gleichzeitig die Differenz der geschlossenen Auftragssumme und der tatsächlich ausgeführten Abrechnungssumme.

VOB - Dein Regelwerk

Das Problem bei dieser teils großen Differenz der Mengen ist, dass die kalkulierten Preise der einzelnen Positionen nicht mehr gewinnbringend sind, da die Umlagen wie z.B. die Baustellengemeinkosten oder auch die Allgemeinen Geschäftskosten eine Unterdeckung aufweisen und nur erwirtschaftet werden, wenn in einzelnen Positionen in vollem Mengenumfang ausgeführt werden. Diese Umlagekosten sind in der Angebotskalkulation als prozentuale Zuschläge auf die Positionen aufgeschlagen. Dieses Problem ist für viele Bauunternehmen sehr schädigend, da Sie ihre Angebote bereits sehr knapp und mit den exakt ausgeschriebenen Mengen kalkuliert haben, um überhaupt wettbewerbsfähig zu bleiben. Viele Unternehmen sind daher darauf angewiesen, eine Vergütungsanpassung vorzunehmen, welche ebenfalls in der VOB geregelt ist. Diese Regelungen dienen dazu, dass es nicht zu einer Benachteiligung einer der am Bau beteiligten Vertragsparteien kommt.

Eine dieser Regelungen ist, dass in der VOB erst über eine Mengenabweichung gesprochen wird, wenn eine Mengenabweichung von dem im Vertrag vorgesehenen Leistungsumfang um mehr als 10 % abweicht. Diesen Toleranzrahmen von 10 % muss der Auftragnehmer in der Angebotskalkulation mitberücksichtigen. Sollte eine Mengenabweichung größer als 10 % vorkommen, werden die bereits genannten umzulegenden Kostenanteile nicht mehr ausreichend gedeckt, was die Einheitspreisposition unwirtschaftlich macht. Aus diesem Grund kann der Auftragnehmer ein Verlangen nach einer zusätzlichen Vergütungsanforderung abzüglich der ersparten Aufwendungen stellen. So wird auf Verlangen der Auftragnehmer ein komplett neuer Einheitspreis auf denselben Grundlagen wie in der Angebotskalkulation für die tatsächlich ausgeführte Menge gebildet. Der alte vereinbarte Einheitspreis ist somit hinfällig.

Festhalten zusätzlicher Vergütung

Um einen Anspruch auf eine zusätzliche Vergütung zu bekommen, sollte jedoch genauestens bekannt sein, was über die vertraglichen Leistungen abgegolten ist. Denn Nachträge können nur gestellt werden, wenn auch eine Abweichung von den Vertragsleistungen, dem Bau-Soll, zu den tatsächlich ausgeführten Leistungen, dem Bau-Ist, vorhanden ist. Um immer den aktuellen Bau-Ist Stand vorliegend zu haben, ist es sinnvoll, ein regelmäßiges Aufmaß von den Baumaßnahmen zu erstellen. Nur so ist ein Vergleich möglich, um ersichtlich zu machen ob Positionen von einer Mindermenge betroffen sind und ob man Mehrkosten geltend machen kann. Außerdem ist das Ermitteln der Mengen nicht nur hilfreich für die Erstellung des Nachtragsangebotes da der Auftragnehmer in der Beweispflicht für die Mindermengen ist, sondern auch für die spätere Abrechnung.

Papiere, Handy und eine Notiz mit der Aufschrift "need help?"

Wie kann Werkules hier helfen?

Werkules übernimmt von Beginn an einen Großteil der Arbeit. Bereits das Aufmaß und die Kalkulation des Projekts werden direkt in Werkules vorgenommen. Im nächsten Schritt geht es dann mit den zu erledigenden Arbeiten und Positionen in die Projektplanung. Wie viele meiner Mitarbeiter verteile ich am besten auf das Projekt? Wie viele Materialien, die für den Auftrag benötigt werden habe ich noch im Lager? Was muss bestellt werden? All diese Punkte können simpel & intuitiv direkt in Werkules vorgenommen oder überprüft werden - und das jederzeit von jedem Ort aus. 

Sobald die Vorplanungen in Werkules dann erledigt sind und es endlich an die Arbeit geht, steht uns unser Held der Baustelle wieder tatkräftig zur Seite. Mit der digitalen Arbeitszeiterfassung kann jeder im Team seine Arbeitszeit genauestens erfassen, die erledigten Arbeiten dokumentieren (z.B. auf Fotos oder mit unserer Diktierfunktion) und sich, falls nötig, einen guten Überblick über den Fortschritt und die noch zu erledigenden Aufgaben machen.

This is where the magic happens! 

Was nun im Hintergrund passiert: Sämtliche Kostenarten, wie Mannstunden, Material oder Nachunternehmerkosten werden tagesaktuell für das Projekt erfasst und im Hintergrund verbucht. Daraus ergibt sich nicht nur die Lohnbuchhaltung ohne einen einzigen Handschlag, sondern vor allem unsere innovative & einzigartige Baustellenauswertung. 

Auf dieser findet man dann eine saubere Auflistung aller Kosten (inklusive Rechnungen), die bisher auf der Baustelle angefallen sind, die Auftragssumme, als auch die aktuelle Abrechnungssumme.

Um das Ganze noch etwas einfacher und übersichtlicher zu machen gibt es am Ende der Auswertung nochmal eine Aufstellung der Abrechnungssumme, des bisherigen Stundenaufwands, der Materialkosten, der Nachunternehmerkosten, ggf. angefallenen Allgemeinkosten, sowie noch freizugebene Rechnungen und zu guter letzt ggf. anfallende Wertberichtigungen. 

Werkules macht es somit leicht nochmal ein fundiertes Nachtragsangebot zu schreiben, da alle notwendigen Informationen mit nur einem Klick auf einen Blick abrufbar sind. 

Hast Du Lust Werkules mal kennenzulernen und Dir zeigen zu lassen, wie er Dir auf heldenhafte Art & Weise die Übersicht & Kontrolle über sämtliche Projekte gibt? 

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